Neuseeland / Aotearoa, Land der langen weißen Wolke

…so wurde Neuseeland von den ersten Entdeckern, den Maori genannt. Einer Legende der Maori nach hat die Tochter des Entdeckers Kupe etwas weißes am Horizont gesehen und auf Maori gerufen „Eine Wolke!“. Wolke auf Maori heißt ao, weiß ist übersetzt tea und lang ist auf Maori roa – so kam es zu dem Namen Aotearoa.

Inhaltsangabe:

Auckland

Ankunft Anfang November 2022 nach insgesamt 22 Stunden Flug in Auckland, einer Stadt, die auf 53 inaktiven Vulkanen steht. 39% der 1,7 Millionen Einwohner Aucklands sind nicht in Neuseeland geboren – es handelt sich um eine multikulturelle Stadt, in der ca. ein Drittel Asiaten und ein Drittel Maori leben … neben den Pakeha (das ist der Name der Maori für die britischen Einwanderer).

Insgesamt hat Neuseeland etwas mehr als 5 Millionen Einwohner, davon noch 700.000 Maori. 95% der Maori Neuseelands leben auf der Nordinsel; 3,5 Millionen der Neuseeländischen Bevölkerung lebt auf der Nordinsel.

Bitte auf Bilder klicken

Es gibt einen wunderbaren Coast to Coast Walk der in 16 km vom Pazifik im Osten (Yachthafen von Auckland) ans Tasmanische Meer bei Onehunga im Westen führt.

Bitte auf Bilder klicken

Waitakere Ranges Regional Park

Wir haben unseren Camper abgeholt und sind dann erst mal in den Westen von Auckland in die Waitakere Ranges, einem Regionalpark gefahren. Der Waitakere Ranges Regional Park verfügt über eine tolle Mischung aus unberührter Buschlandschaft, gesunden Wildtierpopulationen und wildschönen schwarzen Surfsandstränden. Der „Wilde Westen“ Aucklands fühlt sich an wie eine eigene Welt, und ist dennoch nur eine 40-minütige Autofahrt vom Stadtzentrum entfernt. Dort treffen wir auf dem Campingplatz in Whatipu Ursel, eine deutsche Auswanderin, die seit 2018 den Campingplatz leitet.

Whangarei

Hier haben wir im November leider noch sehr viel Regenstunden gehabt, obwohl es eigentlich Sommer werden sollte…. Das subtropische Whagarai hat ca. 46.000 Einwohner und liegt im Nord-Westen von Auckland. Whangarai ist auch bekannt als „The City by the Sea“. Ein sehr entspannter und malerischer Ort, das sogar über ein Hundertwasser Haus verfügt. Außerdem kann man schöne Waldspaziergänge zu einem ca. 30 m hohen Wasserfall machen.

Ehrenamtliche Helfer haben bei Whangarei einen ehemaligen Steinbruch in einen wunderschönen botanischen Garten verwandelt, dem Quarry Garden. Dieser wurde leider vom Zyklon Gabrielle im Februar 2023 weitestgehend zerstört.

Waitangi

Waitangi im Norden von Whangarei in der Bay of Islands ist ein wichtiger Ort für Neuseeland – hier wurde im Jahr 1840 ein Vertrag zwischen den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori und den eingewanderten Europäern, den Engländern geschlossen. Den „Treaty of Waitangi“ haben 45 Maori Häuptlinge der Nordinsel und Gouverneur William Hobson in Vertretung für die britische Krone unterzeichnet. Die Übersetzung aus dem Englischen ins Maori war leider fehlerhaft (die Engländer hatten den Vertrag so verstanden, dass sie mit der Masseneinwanderung beginnen können und die Maori haben es so verstanden, dass ihnen ihre Rechte am Land erhalten bliebe), so dass es später zum „Flagstaff War“ im Jahre 1845 / 1846 kam, bei denen ein bekannter Maori Anführer, Hone Heke mehrfach den Flaggenmast auf dem Gebiet von Waitangi umgelegt hat. Diese Provokation haben sich die Engländer nicht gefallen lassen und es kam zu blutigen Auseinandersetzungen.

Erst im Jahr 1995 hat sich Queen Elizabeth II entschuldigt und die Krone hat Land an die Maori zurückgegeben, außerdem eine Entschädigung von 175 Millionen NZ Dollar bezahlt.

Cape Reinga

Die Nordspitze der Nordinsel Neuseelands ist den Maori heilig. Eine Legende besagt, dass die Seelen der Verstorbenen hierher kommen, um ins Paradies nach Hawaiki zu gehen. Der Legende nach kamen die ersten Maori vor über 1.000 Jahren mit Booten aus Polynesien, aus Hawaiki. Dorthin kehren sie nach dem Tod zurück.

Waipoua Forest

Im Waipoua Forest, im Nord-Westen der Nordinsel Neuseelands findet man die ältesten Kauri Bäume der Welt. Bei ca. 2.000 Jahre alten „Tāne Mahuta“ handelt es sich um den wohl größten Kauri-Baum des Landes – er wächst noch immer. Er ist fast 18 Metern bis zum ersten Ast hoch und hat einen sagenhaften Durchmesser von 4,4 Metern und wird auf Grund seiner imposanten Erscheinung „Herr“ oder „Gott des Waldes“ genannt. In Waipoua Forest gibt es aber auch den „Vater des Waldes“ … das Alter des „Te Matua Ngahere“ wird auf fast 3.000 Jahre geschätzt.

Die Kauri Bäume sind im Wurzelbereich sehr empfindlich, so dass man im Waipoua Forest meist über Stege läuft, um den Baumwurzeln keinen Schaden zuzufügen. Außerdem sind die Kauri Bäume von einem Pilz bedroht, weshalb man am Ein- und Ausgang eines jeden Parks die Schuhe desinfizieren muss.

Hobbiton / Matamata

Die Filmkulisse von Hobbiton für die Film-Trilogie „Herr der Ringe“ liegt auf der Alexander Farm südlich von Auckland im Gebiet von Matamata. Jährlich kommen ca. 360.000 Besucher nach Hobbiton. Das Gebiet von ca. 5 Hektar auf der 500 Hektar großen Farm wurde im Jahr 1999 von 70 Handwerkern (großzügig unterstützt von der Neuseeländischen Armee) 9 Monate lang bearbeitet – für 3 Monate Filmdreh mit 600 Schauspielern, Technikern und Komparsen.

Der Baum über Bilbos Höhle ist künstlich und anscheinend waren dem Regisseur Peter Jackson die Farbe der Blätter des Baumes nicht grün genug, so dass ca. 2.000 Blätter kurz vor Drehstart auf Wunsch von Peter Jackson nochmal neu bemalt werden mussten.

Einer der Söhne der Alexander Farm hat sich auf Hobbiton spezialisiert, der andere Bruder bewirtschaftet die Farm mit 14.000 Schafen und 400 Fleischrindern.

Rotorua

In Rotorua ist das Zentrum der heißen Quellen von Neuseeland. Im Park Te Puia kann man eine Führung zu aktiven Geysiren, brodelnden Sümpfen und warmen Felsen mitmachen. Außerdem befindet sich hier auch die National School of Wood Carving, Stone & Bone Carving and Weaving. Hier werden noch die alten Techniken der Maori im Schnitzen und Flechten vermittelt.

Abel Tasman Coast Track

Wir laufen den wunderschönen Abel Tasman Coast Track in 3 Tagen von Totaranui, wo wir mit dem Wassertaxi hingebracht werden über Awaroa und Anchorage nach Marahau, wo wir mit dem Wassertaxi gestartet sind. Bei dieser Wanderung ist es wichtig, die Gezeiten im Blick zu haben, da es Passagen gibt, wo man nur bei low Tide durch kommt.

Die 1. Tagesetappe von Totaranui nach Awaroa sind es nur 7 km. Unterwegs wollte ein freches Weka gefüttert werden.

Am 2. Tag laufen wir von Awaroa kurz nach 6 Uhr los, an Bark Bay vorbei bis zum 22 km entfernten Anchorage. Auf diesem Stück mussten wir kurz auf low Tide warten, um ein Uferstück durchqueren zu können. 3 Wanderinnen, die uns auf den Weg kamen, sind ein Stück landeinwärts über den Fluss und hier aber hüfthoch im Wasser gewatet, da die Brücke über den Fluss kaputt war. Auf dieser Strecke hat’s mich erwischt und ich bin knietief mit einem Fuß in ein Schlammloch eingesunken.

Nachts hat es geregnet und morgens wachen wir durch Vogelgezwitscher auf. Am 3. Tag geht es dann über 12 km wieder zurück nach Marahau, wo wir bereits um 11 Uhr ankommen.

Nelson / Nelson Lakes

Mt. Robert Circuit (9 km in 5 Stunden) und Umwanderung des Lake Rotoiti – die nette Dame in der Info meinte, dass man locker in 7 – 10 Stunden den See umrunden kann. Allerdings wusste sie wahrscheinlich nicht, dass die Brücke am Ende des Sees nicht zu überqueren war. So mussten wir an dem Fluss noch ein ganzes Stück entlang laufen, um über eine Hängebrücke auf die andere Seite zu kommen. Am Ende waren es dann 40 km statt 23 und 10 Stunden, nach denen wir ganz schön platt waren.

Great Coast Road – zwischen Westport und Greymouth

Cape Foulwind – von James Cook 1770 nach den heftigen Winden, die es hier immer gibt benannt.

Pancake Rocks auf der Great Coast Road zwischen Westport und Greymouth. Diese Felsformation befindet sich in Punakaiki im Paparoa National Park. Die Felsen sehen aus wie ein Pfannkuchen und sind dadurch entstanden, dass harte und weiche Gesteinsschichten übereinander liegen (Kalkstein und Tonmineralien). Durch die kräftige Mitwirkung der Natur hat sich der weiche Kalkstein mehr ausgewaschen und den Pancake Rocks das Aussehen von Stapeln dicker Pfannkuchen gegeben.

Christchurch

Von der Westküste geht es über den Arthur’s Pass an die Ostküste nach Christchurch. Es ist eine sehr beeindruckende Landschaft durch die wir am 1.795 m hohen Mt. Arthur vorbei kommen.

Dieser vorwitzige Kea hat versucht unser Muffin zu klauen.

In Christchurch stehen alle Zeichen noch auf Wiederaufbau nach dem verheerenden Beben im Februar 2011, bei dem 185 Menschen aus 20 Nationen ums Leben kamen. Bei einem Teil davon (110 Personen) handelte es sich um internationale Sprachschüler, die sich um die Mittagszeit, als das Beben stattfand, im sechsstöckigen Canterbury TV Building befanden.

Die Kathedrale von Christchurch ist durch dieses Beben so zerstört worden, dass sie nicht mehr benutzt werden kann und abgerissen werden muss. Es wurde für diese schöne Kathedrale innerhalb eines guten Jahres eine neue erbaut, die teilweise aus Pappkarton ist und deshalb auch den Namen Cardboard Cathedral erhalten hat.

Teilweise stehen jetzt moderne Bauwerke neben den alten viktorianischen Gebäuden. Meines Erachtens war die Innenstadt vorher schöner und malerischer mit den alten britisch anmutenden Gebäuden. Die Innenstadt weist noch einige Baulücken auf. Nach dem Beben mussten komplette Straßenzüge und -viertel in den östlichen Vororten abgerissen werden – die Häuser konnten nicht wieder bezogen werden.

Lt. Lonley Planet sind bereits 80% der Gebäude um die vier berühmten Boulevards abgerissen worden oder werden noch abgerissen.

Ca. 20 Jahre wird der Wiederaufbau wohl noch dauern, der dann ein kompaktes Stadtzentrum ohne Hochhäuser, mit weitläufigen Grünflächen und Radwegen entlang es Avon zum Ziel hat.

Der botanische Garten ist einen Besuch wert.

Timaru

In Timaru (25.000 Einwohner) gibt es zentrumsnah einen wunderschönen Rosengarten, der im Dezember in voller Blüte steht.

Zwischen großen Steinen am Strand von Timaru, in der Nähe des Hafens leben kleine blaue Pinguine, die vom Aussterben bedroht sind. Sie sind gerade mal 40 cm groß und geben lustige gurrende Laute von sich. Mit der Dämmerung kommen sie aus ihren Felsennestern und begeben sich im Wasser auf Jagd nach Beute. Sie können am Tag ca. 25 km im Wasser zurücklegen und sehen und hören unter Wasser hervorragend.

Bitte auf Bilder klicken

Moeraki Boulder

Bei den Moeraki Boulder auf halbem Weg zwischen Timaru und Dunedin handelt es sich lt. Legende der Maori um mit Aal, Kürbissen und Süßkartoffeln gefüllte die Fresskörbe ihrer Vorfahren, die aus dem Wrack eines Kanus an die Küste gespült wurden und zu Stein wurden. Laut dieser Legende stellen Klippen in der Nähe den versteinerten Rumpf des Kanus und ein nahegelegener Felsvorsprung den versteinerten Körper des Kapitäns dar.

Die Mehrzahl der Boulder ist fast perfekt kugelförmig geformt und haben einen Durchessern von 1 bis 2 Meter. Die Kugeln bestehen aus Schlamm, Lehm und Ton und werden von Calcit zusammengekittet. Entstanden sind sie vor ca. 4 bis 5,5 Mio Jahren.

Dunedin

Dunedin, einstmals reichste Stadt Neuseelands und recht schottisch anmutend mit 127.000 Einwohnern im Südosten der Südinsel von Neuseeland. 1861 wurde hier der Goldrausch in Otago (Name der Halbinsel, auf der auch Dunedin steht) ausgelöst. Sie ist die zweitgrößte Stadt der Südinsel. In Dunedin ist ca. ein Drittel der Bevölkerung zwischen 15 und 25 Jahre alt, was vermutlich an der großen Universität in Dunedin liegt.

Ein sehr schöner großer botanischer Garten lädt zum Verweilen ein

St. Pauls Cathedral, die 1862 gebaut wurde. Bemerkenswert an dieser Kirche ist die relativ neue Kanzel (ca. 50 Jahre alt), die etwas vom Rest der Kirche abhebt. Außerdem soll hier die schönste Orgel der südlichen Hemisphäre stehen

Baldwin Street ist lt. Guinness-Buch der Rekorde die steilste Straße der Welt mit einer maximalen Steigung von ca. 35%.

Te Anau / Fjordland

Im Fjordland, das im Südwesten der Südinsel von Neuseeland liegt, sind wir von Te Anau aus den ersten Teil des Kepler Tracks gelaufen – 38 km zum Luxmore Summit hin und zurück in ca. 9 Stunden.

Glenorchy / Queenstown

Glenorchy liegt ca. 1 Stunde nördlich von Queenstown am Lake Wakatipu. Es ist sehr idyllisch gelegen – eine Wohltat nach dem sehr lebhaften und touristischen Queenstown. Man kann hier sehr schöne Wanderungen machen, wie den Heather Jock Hut Walk – eine 3-stündige Wanderung vorbei an einer alten Bergarbeiterhütte (Bonnie Jean Hut) mit tollem Blick auf den Lake Wakatipu.

Der Lake Wakatipu ist der drittgrößte See Neuseelands nach dem Lake Taupo auf der Nordinsel und dem Lake Te Anau im Fjordland.

Einer Legende der Maori nach ist der Lake Wakatipu, der an einen Comic Blitz erinnert, dadurch entstanden, dass ein liegender Riese hier verbrannt ist und dadurch die Form des Sees entstanden ist.

Von Queenstown aus gibt es unzählige Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Wir haben wieder eine Wanderung gemacht – den Ben Lomond Summit Track. Er führt über den Tiki Trail, ist ca. 22 km lang und man überwindet ca. 1.000 Höhenmeter in ca. 6 Stunden.

Als Belohnung gab es hinterher den besten Burger ever von Fergburger in Queenstown.

Wanaka

Wanaka am Lake Wanaka mit ca. 5.000 Einwohnern wird auch als die kleine Schwester von Queenstown (ca 12.000 Einwohner) bezeichnet. Das Städtchen ist netter und nicht so touristisch. Von hier aus ist es nicht weit in den Mt. Aspiring National Park.

Auf dem Weg von Wanaka in den Aoraki / Mt. Cook National Park sind wir an einer wunderschön angelegten Lavendelfarm vorbeigekommen. Die beiden Brüder sind Holländer und die Frau, mit der wir gesprochen haben ist Kanadierin. Sie haben das Land 2011 gekauft und darauf die Farm angelegt. Sie verkaufen selbstgemachtes Öl, Cremes, etc. Der Lavendel Tee hat auch hervorragend geschmeckt.

Mt. Cook / Aoraki National Park

Der Aoraki ist der höchste Berg Australasiens mit 3.724 m Höhe und liegt im Westen der Südinsel Neuseelands. Die Maori nannten ihn nach der Gottheit Aoraki „der die Wolken durchbohrt“. In den Südalpen im Mt. Cook / Aoraki National Park (über 700 qkm) sind von den 23 Bergen in Neuseeland, die über 3.000 m hoch sind, 19 dieser Bergriesen. Das Visitor Centre soll das schönste in ganz Neuseeland sein (lt. Lonely Planet). Es hat ein ganz tolles Museum mit vielen Bildern zur Geschichte um den Aoraki. Im Café nebenan schenkt Charlie, eine sehr interessante Persönlichkeit und alter Bergsteiger aus.

Auf der Weiterfahrt sind wir am Lake Tekapo und Lake Pukaki vorbeigekommen, einem Teil des Aoraki Mackenzie International Dark Sky Reserve. Hier gibt es keinerlei Lichtverschmutzung, da diese Gegend beinahe nicht besiedelt ist. Deshalb wurde auf dem Lake Tekapo naheliegenden Mt. John 1963 ein astronomisches Observatorium eingerichtet.

Weihnachten in Akaroa

Akaroa liegt auf der Banks Peninsula – ca. 80 km von Christchurch entfernt. Sehr malerischer Ort mit französischem Flair. Ein Franzose hatte den Maori das Land 1838 abgekauft, musste aber erst noch nach Frankreich, um eine Handelsgesellschaft zu gründen. Ein paar Tage bevor er mit 63 Siedlern wieder zurück war, erreichte ein britisches Schiff Akaroa und hisste die britische Flagge (1840) und erhob unter Berufung auf den Vertrag von Waitangi Anspruch auf das Land.

In der St. Patricks Catholic Church haben wir an der Christmette teilgenommen. Alle Besucher der Mette wurden per Handschlag vom Messmer an der Kirchentür begrüßt und ebenso vom Pfarrer am Ende persönlich verabschiedet.

Auf den Spuren der Siedler sind wir den historischen Bridle Path gelaufen. In den 1850-er Jahren sind im Hafen von Lyttelton (ehemals Port Cooper) die neuen Siedler angekommen und mühsam über die Hügelkette gelaufen, um in die Canterbury Plains zu gelangen, wo sie nach und nach auch Christchurch aufgebaut haben.

Wellington

Wellington, die Hauptstadt Neuseelands mit ca. 220.000 Einwohnern liegt im Süden der Nordinsel. Zum Pflichtprogramm in Wellington gehört außer einem Stadtrundgang am „Bienenstock„, dem Parlamentsgebäude vorbei unbedingt ein Besuch des Te Papa Tongarewa. In diesem Museum, dem wohl schönsten Neuseelands kann man viel zur Entstehung und Geschichte des Landes erfahren.

New Plymouth und Mt. Egmont / Taranaki

Im Januar findet in New Plymouth im Pukekura Park ein Lichterfest statt mit verschiedenen Bühnen, auf denen Bands auftreten. New Plymouth wurde so von den ersten britischen Einwanderern nach Plymouth in Devon in England benannt.

in 30 Minuten ist man im Egmont / Taranaki Nationalpark. Der Taranaki, ein Vulkan, ist 2.518 m hoch und das letzte Mal 1854 ausgebrochen. Er sieht aus wie der Fuji in Japan, weshalb auch hier teilweise mit Tom Cruise für den Film „Der letzte Samurai“ gedreht wurde. Von hier aus kann man den „Mt. Doom“, den Schiksalsberg aus „Herr der Ringe“ sehen. Der Aufstieg zum Gipfel des Taranaki war sehr anspruchsvoll mit Kletterabschnitten und Geröllfeldern.

Pouakai Circuit. Wir haben eine 2 – 3 Tagestour an einem Tag gemacht. Die Frau am Infopoint meinte, das wäre unmöglich zu machen… da kennt sie uns aber schlecht. Es war sehr anstrengend aber auch sehr schön und ein kleiner Rucksack hat gereicht.

Tongariro National Park

Der Tongariro ist der älteste National Park Neuseelands und Weltnaturerbe. Für die Maori ist der Ngauruhoe ein heiliger Berg.

Letzter Ausbruch des Ngauruhoe (bekannt als Mt. Doom aus „Herr der Ringe“) war 1977. Die Rundwanderung (Tongariro Northern Circuit in normalerweise 3 – 4 Tagen, 45 km, 17,45 h) um den Mount Ngauruhoe haben wir in 2 Tagen mit Übernachtung auf der Oturere Hut gemacht. An beiden Tagen sind wir bei Sonnenaufgang los und hatten perfektes Wetter. Unsere Wanderung beginnt über erodierte Ebenen des Tongariro Vulkankomplexes, einer Reihe von Explosionskratern und Vulkankegeln und einem der älteren Dampfschlote des Tongariro. Beim steilen Aufstieg zum Gipfel des Red Craters sieht man die Überreste von Lavaströmen. Bevor man zu den türkis-grünen Emerald Lakes kommt, wo es noch ganz schön dampft und nach Schwefel riecht, konnte man direkt in einen Schlund des Red Craters blicken, was sehr beeindruckend war.

Waihi / Coromandel Peninsula

In Waihi am Hot Water Beach auf der Coromandel Halbinsel kann man nach heißem Wasser buddeln und sich sei eigenes Whirlpool bauen – zumindest bis die Flut wieder kommt.

Cambridge / Hamilton

In Cambridge mussten wir den Zyklon „Gabrielle“ aussitzen, da es auf der Coromandel Halbinsel zu gefährlich war. Nachdem „Gabrielle“ über Neuseeland gezogen war, waren Großteile der Coromandel Halbinsel und Hawke’s Bay verwüstet und einige Wochen von der Außenwelt abgeschnitten.

Cambridge selbst ist eine nette Kleinstadt mit ca. 20.000 Einwohnern, die recht zentral auf der Nordinsel von Neuseeland liegt.

Waiheke

Eine Insel ca. 18 km im Osten von Auckland im Hauraki Golf. Sie ist bekannt für ihren Weinanbau. Die reichen Aucklander haben hier eine Wochenendvilla.

Te Matatini / Maori Kultur Festival in Auckland

Verschiedene Iwi (Stämme) der Maori treten auf der Bühne auf und präsentieren ihre unterschiedlichen traditionellen Tänze und Gesänge im Wettstreit gegeneinander. Es wurde sowohl der Haka (Kriegstanz), als auch ein Begrüssungstanz /-lied, Action Song und weitere traditionelle Tänze mit Gesängen aufgeführt. Sehr interessant, aber für unsere Ohren und Augen doch recht fremd, zumal alles auf Maori ist. Allerdings kommt eine ungeheure Energie rüber!